Essohäuser - Hamburg St. Pauli.

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Als Esso-Häuser wird ein Gebäudekomplex im Hamburger Stadtteil St. Pauli zwischen Spielbudenplatz, Taubenstraße und Kastanienallee bezeichnet. Es handelt sich um einen Plattenbau der 60er-Jahre. Der Block umfasst zwei achtstöckige Wohnhäuser mit 110 Wohnungen, einen zweigeschossigen Gewerberiegel zum Spielbudenplatz hin, sowie Tiefgaragen und die Esso-Tankstelle Reeperbahn, nach der die gesamte Zeile benannt ist - die Architekten waren Herbert Großner und Hanns Stich. Der Komplex blieb bis 2009 im Familienbesitz, am 1. Mai des Jahres verkauften die Eigentümer das 6190 Quadratmeter große Areal mit den inzwischen baufälligen Häusern an die Bayerische Hausbau GmbH & Co. KG. Der neue Eigentümer plante nach dem für 2014 terminierten Abriss einen Neubau mit 5.000 Quadratmeter Gewerbefläche zur Reeperbahn hin und 19.500 Quadratmeter für je ein Drittel Eigentums-, Miet- und Sozialwohnungen. In der Nacht zum 15. Dezember 2013 mussten die Häuser allerdings wegen Einsturzgefahr evakuiert werden. Bewohner hatten der Polizei Erschütterungen gemeldet und von „wackelnden Wänden“ berichtet. Am 17. Dezember teilte das Bezirksamt mit, dass die Häuser nicht wieder bezogen werden können. Von insgesamt 110 Wohnungen/ Appartments waren zu dem Zeitpunkt noch 76 bewohnt; die Mieter, die nicht privat untergekommen sind bekommen von den Eigentümern der Essohäuser Hotelunterkünfte gestellt. Initiativen fordern ein Rückkehrrecht zu gleichen Konditione für die Gewerbe-/ MieterInnen nach der Neubebauung des Areals.

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