Hagenbeck, Völkerschau - Hansestadt Hamburg.

Ab 1875 Carl Hagenbeck mit den sogen. Völkerschauen in denen die Angehörigen eines fremden Volkes zur Schau gestellt wurden. Völkerschauen waren zu der Zeit Massenveranstaltungen, die ein millionenfaches Publikum in Europa und Nordamerika anlockten. Sie fanden auch abseits der Großstädte in mittelgroßen und kleinen Städten statt.
Hagenbecks Schau feierte große Erfolge. Während des Aufenthalts in Hagenbecks Ausstellungsgelände konnten Besucher z. B. Lappländern bei ihrem alltäglichen Leben zusehen. Nach dem großen Erfolg der ersten Völkerschau Carl Hagenbecks liess er 1876 drei „Nubier“ nach Europa bringen und gleich darauf eine Inuitfamilie aus Grönland. 1883 und 1884 veranstaltete er eine Kalmücken- und eine Singhalesen- bzw. Ceylonschau. Mit der Eröffnung seines Tierparks in Stellingen 1908 vor den Toren Hamburgs stand Carl Hagenbeck ein eigenes Ausstellungsgelände zur Verfügung, wo Somalier, Äthiopier und Beduinen auftraten. Es wurde stark darauf geachtet, möglichst Kinder und Erwachsene beiden Geschlechts und verschiedenen Alters vorzuführen, damit die Besucher mehr über das „Familienleben“ der Völker erfahren konnten. Mit einem Vertrag zwischen Organisator und den fremden Menschen wurde die Länge des Aufenthalts, die Verpflichtungen während der Schau und das Gehalt festgelegt.

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