Mit Holzbalken abgestützte Balkons der einsturzgefährdeten Essohäuser an der Reeperbahn, Hamburg St. Pauli - Banner, Plakat mit der Aufschrift Mein Balkon gehört mir.

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[4511-xHv8SCkDSm] Mit Holzbalken abgestützte Balkons der einsturzgefährdeten Essohäuser an der Reeperbahn, Hamburg St. Pauli - Banner, Plakat mit der Aufschrift Mein Balkon gehört mir. ©www.bildarchiv-hamburg.de mehr anzeigen
Als Esso-Häuser wird ein Gebäudekomplex im Hamburger Stadtteil St. Pauli zwischen Spielbudenplatz, Taubenstraße und Kastanienallee bezeichnet. Es handelt sich um einen Plattenbau der 60er-Jahre. Der Block umfasst zwei achtstöckige Wohnhäuser mit 110 Wohnungen, einen zweigeschossigen Gewerberiegel zum Spielbudenplatz hin, sowie Tiefgaragen und die Esso-Tankstelle Reeperbahn, nach der die gesamte Zeile benannt ist - die Architekten waren Herbert Großner und Hanns Stich. Der Komplex blieb bis 2009 im Familienbesitz, am 1. Mai des Jahres verkauften die Eigentümer das 6190 Quadratmeter große Areal mit den inzwischen baufälligen Häusern an die Bayerische Hausbau GmbH & Co. KG. Der neue Eigentümer plante nach dem für 2014 terminierten Abriss einen Neubau mit 5.000 Quadratmeter Gewerbefläche zur Reeperbahn hin und 19.500 Quadratmeter für je ein Drittel Eigentums-, Miet- und Sozialwohnungen. In der Nacht zum 15. Dezember 2013 mussten die Häuser allerdings wegen Einsturzgefahr evakuiert werden. Bewohner hatten der Polizei Erschütterungen gemeldet und von „wackelnden Wänden“ berichtet. Am 17. Dezember teilte das Bezirksamt mit, dass die Häuser nicht wieder bezogen werden können. Von insgesamt 110 Wohnungen/ Appartments waren zu dem Zeitpunkt noch 76 bewohnt; die Mieter, die nicht privat untergekommen sind bekommen von den Eigentümern der Essohäuser Hotelunterkünfte gestellt. Initiativen fordern ein Rückkehrrecht zu gleichen Konditione für die Gewerbe-/ MieterInnen nach der Neubebauung des Areals. Stadtteil ST. PAULI - Bezirk HAMBURG MITTE. Die früheste Besiedlung im Bereich des heutigen Stadtteils St. Pauli bestand aus einem Zisterzienserinnen-Kloster, das um 1247 in der Nähe des heutigen Fischmarkts; es bestand dort bis 1293. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden zahlreiche Hügel des Vorortes im Zuge der Errichtung der Neubefestigung der Stadt planiert, um Material für die Errichtung der Festungswälle zu gewinnen und zugleich freies Schussfeld („Glacis“) vor den Mauern am damaligen Millerntor zu haben. Wegen des freien Schussfeldes waren Ansiedlungen zunächst verboten, doch seit dem 17. Jahrhundert wurden Betriebe, die wegen Geruchsentwicklung, Wasserverschmutzung oder Lärm in der Stadt unerwünscht waren, in den Vorort verbannt. Etwa zur gleichen Zeit begann auch die Tradition des Amüsierbetriebs in diesem Gebiet. 1894 wurde St. Pauli zum Hamburger Stadtteil; jetzt leben in dem Stadtteil auf 2,3 km² ca. 27500 EinwohnerInnen.

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